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Bürgermeister

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

Reisen bildet! Oftmals ist es spannend zu sehen, wie Menschen mit vergleichbaren Themen umgehen und ganz andere Ideen und Lösungen entwickeln. Ein Beispiel entdeckte ich in der Gemeinde Öhningen am Bodensee (3.690 Einwohner). Man entschied sich, die verschiedenen kommunalen Aufgaben in der historischen Ortsmitte zu bündeln. Das Bürgerbüro mit Meldewesen, die Kasse und die Tourismusinformation befinden sich nun unter einem Dach in einem neuen, ansprechenden Raum des historischen Kloster- und Rathausensembles. Für viele Besucher verkürzten sich durch diese mutige Entscheidung die Zeiten und Wege. 

Auch diese Erfahrungen halfen bei der Entscheidungsfindung zum Um- und Ausbau der Rathausscheune in Strehla. Am 14. Mai 2024 setzten wir im Rahmen einer kleinen, würdigen Feierstunde die Richtkrone. Die Dachdeckerarbeiten und Innenausbaugewerke folgen, damit wir Sie hoffentlich im nächsten Jahr zur Eröffnung des neuen Bürger- und Touristenzentrums begrüßen können. Der Umzug des Museums, der Bibliothek, des Archives sowie des Sitzungs- und Veranstaltungssaales in dieses historische Gebäude soll bei der mittelfristigen Neuausrichtung der bestehenden Angebote helfen. Gästeinformation, Bücherausleihe oder Ausstellungsbesuche sollen, möglichst ohne zusätzliches Personal, über das Bürgerzentrum abgebildet und koordiniert werden. Damit stünden diese dann den Einwohnern und Gästen wieder offen. Die Höhepunkte der historischen Stadtentwicklung sollen über ein neues, intelligentes Wechselausstellungskonzept nähergebracht werden – eine Herausforderung! Schließlich verringert sich das zur Verfügung stehende Platzangebot deutlich.

Herausfordernd sind auch die Finanzierung und die denkmalschutzrechtlichen Vorgaben. Schon lange beabsichtigt die Stadt das historische Rathausensemble in der Altstadt von Strehla vor dem drohenden Verfall zu retten. Folglich war auch die Rathausscheune seit vielen Jahren fester Bestandteil des von der Sächsischen Aufbaubank genehmigten Maßnahmenpaketes im Rahmen der Städtebauförderung. Aber es gab immer wieder bedeutsamere Investitionen. Ich erinnere an die Sanierung der Grundschule. Erst mit der Freigabe der Mittel aus dem Hortanbau, welcher nunmehr durch das Deutsche Rote Kreuz realisiert werden soll, eröffnete sich die Möglichkeit, auch die lang geplante Aufwertung der Scheune im Rathaushof anzugehen. 

Gerne hätten wir diese Mittel der Städtebauförderung auch für die Sanierung und Umgestaltung des Sportcampus‘ eingesetzt. Allerdings scheiterten sämtliche Versuche der letzten Jahre, die in Frage kommenden Areale in die Fördergebietskulisse „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufzunehmen. Damit war es nicht möglich, freiwerdende Fördermittel des Hortneubaus hierfür einzusetzen. Denn der Städtebau ist ein langfristiges Programm, mit dem zuvor aufgelistete, öffentliche und private Einzelmaßnahmen gefördert werden sollen.

Leider wird dies immer wieder falsch dargestellt!

 

Dennoch sollte uns dieser Umstand nicht mutlos werden lassen. Ich bin überzeugt, dass die langfristige Umsetzung des vom Stadtrat beschlossenen Konzeptes zur Entwicklung des Sportcampus‘ einen bedeutsamen Beitrag für die Belebung unserer Stadt leisten kann. Hauptaufgabe wird es daher zunächst sein, eine entsprechende Fördergebietskulisse genehmigt zu bekommen. Dann könnte auch dieses Vorhaben Schritt für Schritt umgesetzt werden.

 

Zur Belebung unseres Städtchens und des Schlossareals trägt satzungsgemäß ebenso der Schlossverein Strehla e.V. bei, in dem auch die Stadt Strehla Mitglied ist. Mit dem Wechsel im Vereinsvorstand an Frau Kathrin Kynast kam neuer Schwung in die Vereinsarbeit Die Sanierung des Teehäuschens nähert sich dem Ende. Hierfür danke ich allen Spendern, Helfern und Beteiligten.

Für mich in besonderer Erinnerung bleibt der persönliche Einsatz der Familien Schadel und Grübler, welche per Hand die Dachziegel für die Sanierung des Pulverturmes sortierten und umlagerten.

Ich freue ich mich aber auch über die bereits etablierten sowie die vielfältigen, neuen Aktivitäten und Formate des Vereins zur Belebung des Schlossareals und zur Werbung von neuen Mitgliedern und Unterstützern. Stellvertretend seien hier die Märchenfeste in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Tierparkfest der Stadt Strehla, die Bastelstube mit Märchenstunde während des Weihnachtsmarktes oder die Führung im Vogtshaus in Oschatz genannt. 

Weitere Veranstaltungen und Ausstellungen in diesem Sommer sind geplant. Herzlich einladen möchte ich zum Sommerfest des Vereins am 10. August 2024 im Renaissancegarten des Stadtschlosses. Auch hier gilt mein Dank an den Vereinsvorstand für die Organisation und Vorbereitung der Veranstaltung.

 

Weitere Belebung soll auch die Städtepartnerschaft zwischen Pohlheim und Strehla erfahren. Vom 26. bis zum 29. September 2024 lädt die Stadtverwaltung Pohlheim zu den Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Verleihung des Stadtrechtes. Wir möchten unserer Partnergemeinde aus Hessen mit einer kleinen Delegation gratulieren. Interessenten melden sich bitte bis 15. Juni 2024 in der Stadtverwaltung an. Bereits am heutigen Kindertag (Herzlichen Glückwunsch liebe Kinder!) am 1. Juni 2024 gibt es einen Auftritt der Chorifeen aus Pohlheim in der Christuskirche. Um 14:00 Uhr begrüßen wir unsere Gäste zu einem kleinen Stadtrundgang. Danach gibt es sicherlich noch Plätze für Groß und Klein zum Besuch des Konzertes oder des Nixenbades.

 

Mit dem Thema Reisen soll der heutige Ausblick auch enden. Der Sommer steht vor der Tür und noch in diesem Monat beginnen die Ferien. Für die Kinder und Jugendlichen beginnt nun die schönste Zeit des Jahres. Einige nutzen diese Wochen, um sich in der Welt umzusehen. Andere bleiben zu Hause. Die meisten haben ihren Urlaub mehr als redlich verdient. Herzlich danken möchte ich allen Lehrern, Erziehern und Angestellten der Grund- und Oberschule, des Hortes, des Kindergartens sowie unserer Tagesmutti für die zuverlässige Betreuung unserer Jüngsten. Ohne Ihren und Euren Einsatz wäre vieles nicht möglich! Schön, dass es Euch gibt!

Herzlichen Dank auch an das Mini-Team vom Jugendklub! Es ist schon erstaunlich, was Ihr in dieser kurzen Zeit alles aufgebaut habt! Für den Sommer wünsche ich Euch und allen Lesern gute Erholung!

 

Ihr

 

Jörg Jeromin

Bürgermeister

 

Positionspapier der Stadt Strehla - Die Spaltung zwischen Stadt und Land durch Stärkung des ländlichen Raumes überwinden

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zu Recht rückte mit der Kabinettsumbildung der ländliche Raum in den Fokus eines ganzen Bündels von Maßnahmen. Sorge bereitet uns das weitere Auseinanderdriften zwischen Stadt und Land, welches sich zunehmend auch in den Köpfen verankert und als gegeben hingenommen wird. Diese Tendenz gefährdet die nachhaltige Entwicklung des gesamten Freistaates und den Zusammenhalt der Menschen. Der ländliche Raum droht, „unter die Räder zu kommen“.

 

Die Vertreter der Stadt Strehla formulierten daher das Positionspapier „Regionalplanung, zentralörtliche Funktion und kommunaler Finanzausgleich“. Wir nutzen den frischen Schwung der Debatte, um zu einer sachlichen Diskussion und zur Verbesserung der Problemlage beizutragen. Das Positionspapier wurde in der Sitzung des Stadtrates der Stadt Strehla am 19. Februar 2019 einstimmig beschlossen.

 

Gern sind wir bereit, unsere Anregungen und Beobachtungen mit Vertretern und Verantwortlichen aus der Bürgerschaft, aus der Verwaltung, aus der Wirtschaft, aus den Spitzenverbänden oder aus der Politik zu erörtern.

 

Das Positionspapier plus Anlagen finden sie unten als Downloadlink.

 

Mit freundlichen Grüßen

Stadt Strehla

 

Jörg Jeromin
Bürgermeister

 

Positionspapier der Stadt Strehla