Bürgermeister

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

seit über fünfzig Jahren prägt das Nixenbad unsere Stadt. Der letzte Umbau zu einem kleinen Erlebnisbad liegt auch schon wieder dreißig Jahre zurück. Kein Wunder, dass insbesondere die Badtechnik in "die Jahre kam". Auch im Sanitärbereich oder an der Solarthermie-Anlage gibt es einen erheblichen Instandsetzungsbedarf, der uns ohne zusätzliche Förderung finanziell überfordert.

Dankbar bin ich für das Team des Nixenbades und des Bauhofes. Mehr als einmal stand unser Bad kurz vor einer technisch bedingten Schließung, weil es weit und breit keine Ersatzteile für die defekte Pumpe, Filteranlagen oder elektronische Bauteile gab. Sie schafften es immer wieder, die veraltete Technik in Gang zu setzen und den Badbetrieb aufrecht zu erhalten. Das war nur mit vielen Feierabend- und Wochenendeinsätzen möglich.

Seit langer Zeit kämpfen wir nun schon um den Erhalt des Nixenbades und um finanzielle Zuwendungen. Jahrelang gab es keine Unterstützung für Freibäder! Umso mehr freut es mich, dass wir kurz vor Weihnachten die letzten Förderzusagen erhielten.

Damit steht der Sanierung großer Teile der Badtechnik, der Chlorgasanlage, der Solarthermie, des Seitentraktes sowie des Sanitärbereiches nichts mehr im Weg. Hierfür sollen etwa 750.000 € investiert werden. Die Arbeiten sollen noch in diesem Frühjahr beginnen, damit der Badbetrieb pünktlich im kommenden Jahr 2023 wieder starten kann.

Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt. Gern hätten wir das Bad in dieser Saison offen gehalten. Allerdings ist die Zeitschiene sehr eng. Wir benötigen die kommenden Wochen für die bauvorbereitenden Arbeiten an den technischen Anlagen und an den Gebäuden. Nur so kann der enge Zeitplan eingehalten werden.

Dennoch überwiegt die Freude. Mittlerweile sind die ersten Leistungen für die Sanierung der Badtechnik vergeben. Nun gilt es die "Daumen zu drücken", damit wir im nächsten Jahr eine wunderschöne Party zur Wiederöffnung des Nixenbades feiern können.

 

Einen grünen Daumen benötgen all diejenigen, die uns bei dem jährlichen Frühjahrsputz wieder unterstützen möchten. Genug zu tun gibt es allemal.

Wir treffen uns am Sonnabend, dem 9. April 2022 um 9.00 Uhr im Renaissancegarten des Schlosses. Die Aufteilung der Teams erfolgt vor Ort.

 

Lassen Sie mich abschließend noch kurz auf das aktuelle Geschehen in der Ukraine eingehen. Die Ereignisse bewegen uns alle und verlangen nach Hilfe. Für die von Ihnen angebotene Unterstützung danke ich! Bereits jetzt konnten Menschen aus der Ukraine über private Initiativen eine Bleibe finden.

Als Stadtverwaltung sehen wir es als unsere Pflicht an, die anstehenden Herausforderungen und Aufgaben anzunehmen und den Menschen eine würdige Unterkunft bereitzustelen. Darüber hinaus sind aber auch die Koordination und die Information wichtig.

Als Reaktion auf die Ergebnisse wurde ein Koordinationsstab "Ukraine" eingerichtet. Damit können die vielfältigen Spenden und die unterschiedlichen Angebote zur Unterbringung und Altagshilfe geordnet werden. Darüber hinaus sollen wichtige Informationen und Hinweise aufbereitet und bereitgestellt werden.

Lesen Sie hierzu die Hinweise der Stadt sowie die offiziellen Hinweise des zuständigen Landratsamtes.

 

Ich freue mich auch weiterhin auf rege Unterstützung! Aktuelle Informaionen finden Sie unter "Aktuelles" auf der Homepage der Stadt Strehla (www.strehla.de) oder auf der Internetzpräsenz des Landkreises Meißen (https://www.kreis-meissen.org/20083.html).

 

Gern nehmen wir weitere Fragen und Hilfsangebote unter der Rufnummer 035264 - 959 21 oder per E-Mail () entgegen.

 

Ihr

 

Jörg Jermonin

Bürgermeister

 

Positionspapier der Stadt Strehla - Die Spaltung zwischen Stadt und Land durch Stärkung des ländlichen Raumes überwinden

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zu Recht rückte mit der Kabinettsumbildung der ländliche Raum in den Fokus eines ganzen Bündels von Maßnahmen. Sorge bereitet uns das weitere Auseinanderdriften zwischen Stadt und Land, welches sich zunehmend auch in den Köpfen verankert und als gegeben hingenommen wird. Diese Tendenz gefährdet die nachhaltige Entwicklung des gesamten Freistaates und den Zusammenhalt der Menschen. Der ländliche Raum droht, „unter die Räder zu kommen“.

 

Die Vertreter der Stadt Strehla formulierten daher das Positionspapier „Regionalplanung, zentralörtliche Funktion und kommunaler Finanzausgleich“. Wir nutzen den frischen Schwung der Debatte, um zu einer sachlichen Diskussion und zur Verbesserung der Problemlage beizutragen. Das Positionspapier wurde in der Sitzung des Stadtrates der Stadt Strehla am 19. Februar 2019 einstimmig beschlossen.

 

Gern sind wir bereit, unsere Anregungen und Beobachtungen mit Vertretern und Verantwortlichen aus der Bürgerschaft, aus der Verwaltung, aus der Wirtschaft, aus den Spitzenverbänden oder aus der Politik zu erörtern.

 

Das Positionspapier plus Anlagen finden sie unten als Downloadlink.

 

Mit freundlichen Grüßen

Stadt Strehla

 

Jörg Jeromin
Bürgermeister

 

Positionspapier der Stadt Strehla