Baustellen und Straßensperrungen für Riesa und Strehla

Gegenüber vom Schluchtenwald an der Torgauer Straße (Bundessstraße B 182) haben die Bauarbeiten für die Regenrückhaltung begonnen. Den Auftrag erhielt die Firma Bauunternehmung Ezel Torgau GmbH. Ziel dieser Maßnahme ist eine gedrosselte Ableitung des Oberflächenwassers von den höher gelegenen Feldern über den Schluchtenwald in den Rietzschgraben im Schlosspark. Damit sollen weitere Erosionen im Schluchtenwald verhindert werden. In den vergangenen Jahren sind nach Starkregenereignissen diese weit fortgeschritten. Aus Mitteln der Hochwasserschadensbeseitigung 2013 erfolgte durch die Stadt Strehla bereits 2018 die Sanierung der Schlucht. Damit diese Maßnahme nachhaltig ist, wurde durch das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) jetzt mit dem Bau der Regenrückhaltung begonnen. Die Fertigstellung ist für Ende September 2020 geplant.
Die Höfe der Wohngrundstücke Ernst-Thälmann-Straße 1, 3 und 5 werden jetzt neu gepflastert, so dass sich das Wohnumfeld für die Mieter dieser Häuser wesentlich verbessert. Mit den Pflasterarbeiten wurde die Firma Bochnig + Pfennig SBS GbR aus Strehla beauftragt.
Neben dem Sozialwohnungsbau Am Wasserwerk entsteht ein zweiter Müllbehälterstellplatz. Mit diesen Leistungen wurde die Fa. BK Pestel Dienstleistung- Handel Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Strehla beauftragt.

E. Schulze – Ltrn. Bauamt Strehla

Baustellen in Strehla und Orteilen

Neuverlegung Ferngasleitung

Sehr geehrte Damen unde Herren,

die Arbeiten zur Neuverlegung der Ferngasleitung FGL 012 inklusive ihrer Anschlussleitungen Bauabschnitt 1beginnen ab dem 02.03.2020 und werden voraussichtlich am 30.11.2020 abgeschlossen sein.

FGL 012

Öffentliche Bekanntmachung gemäß § 44 Energiewirtschaftsgesetz über Vorarbeiten zum Vorhaben „Neubau der Ferngasleitung 012, Abschnitt Strehla-Canitz“

Zur weiteren Optimierung der Versorgungssicherheit und Flexibilisierung der Gasinfrastruktur in Sachsen plant der überregionale Fernleitungsnetzbetreiber ONTRAS Gastransport GmbH, die bestehende Ferngasleitung (FGL) 012 im Abschnitt Strehla-Canitz (Freistaat Sachsen) zu verlängern und mit der FGL 204 (Rochlitz-Riesa/Canitz) zu verbinden. Mit dieser neuen, ca. 3,4 Kilometer langen Verlängerung wird die 2020 und 2021 zur Erneuerung vorgesehene FGL 012 (Lauchhammer/Riesa/Strehla) mit der bisher nur als Stichleitung zur Versorgung der Region Riesa bestehenden FGL 204 verbunden und damit eine weitere Masche im ONTRAS-Netz geschlossen. Künftig kann über diese Verbindung Gas aus verschiedenen Richtungen verteilt werden. Das verbessert nicht nur die Versorgungssicherheit der Region Riesa, sondern auch weiterer Städte und Industriebetriebe in der Region in und um Döbeln, Zeithain, Nünchritz und Elsterwerda. Gleichzeitig wird mit dem Bau einer neuen Molchschleuse neben der bestehenden Molchstation Canitz die Voraussetzung geschaffen, auch die FGL 012 künftig bei laufendem Betrieb durch eine mit dem Gasstrom transportierte Messsonde (Molch) zu untersuchen. Die kurze Verbindung ist im Zusammenwirken mit anderen ONTRAS-Leitungen angrenzender Regionen ein Garant für die sichere, effiziente und zukunftsfeste Energieversorgung für die Regionen zwischen Lauchhammer und Riesa und weiter Richtung Wurzen und Rochlitz.

Gegenstand
Das Vorhabengebiet befindet sich im Landkreis Meißen (Großraum Riesa). Neu gebaut werden auf dem Gelände der Bestandsanlage Canitz eine Molchschleusenanlage für die FGL 204 und eine Anschlussstelle für eine mobile Gasdruckmess- und Regelanlage an der FGL 012. Der Durchmesser wird 400 Millimeter betragen und die Leitung für einen maximalen Druck von 25 bar ausgelegt sein (DN 400, DP 25). Dabei muss nach derzeitigem Planungsstand ein Landschaftsschutzgebiet, ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet und mehrere Gewässer sowie Straßen gequert werden. Zur Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens werden mehrere Trassenvarianten in Hinblick auf Technologie, Machbarkeit und Kosten untersucht. Planung und Realisierung des Vorhabens werden auf Grundlage und unter Berücksichtigung des Stands der Technik, den geltenden technischen Regelwerken, gesetzlichen Vorschriften und sonstigen Regeln und Vorschriften erfolgen. Ziel ist es, notwendige Eingriffe in die Umwelt zu minimieren.

Vorgehen
Das Vorhaben steht unter dem Vorbehalt einer Genehmigung im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens, das noch in diesem Jahr durch die zuständige Behörde eingeleitet werden soll.
Derzeit beginnen dazu die Vorarbeiten im Rahmen des § 44 Energiewirtschaftsgesetz, die der Fernleitungsnetzbetreiber hiermit öffentlich anzeigt. Dies sind beispielsweise Vermessungen, Boden- und Grundwasseruntersuchungen, archäologische Prospektionen und umweltschutzfachliche Kartierungen. Die Arbeiten werden durch Unternehmen vorgenommen, die von ONTRAS dafür beauftragt sind. Sie sind angewiesen, das Recht zum Betreten von Grundstücken äußerst schonend auszuüben. Sollten durch diese Vorarbeiten unmittelbar Vermögensnachteile (z.B. Flurschäden) entstehen, werden diese entschädigt.
Die genannten Vorarbeiten stellen keinerlei Vorentscheidung für das geplante Vorhaben dar. Sie dienen lediglich der fachgerechten Erstellung der Antragsunterlagen. ONTRAS wird das Neubauvorhaben darüber hinaus frühzeitig und umfassend kommunikativ begleiten. Dabei werden auch die Anrainer der Trasse detailliert über das Vorhaben informiert.

Umweltschutz
Es ist Anliegen von ONTRAS, einen sicheren Betrieb der Gasinfrastruktur sowie die Versorgungssicherheit im Netzgebiet zu gewährleisten. Bei allen Arbeiten an der Trasse legen wir höchste Standards für den Schutz von Mensch und Umwelt an. Die Belange von Umwelt, Natur und Landschaft nimmt ONTRAS dabei sehr ernst und hält sich streng an die gesetzlichen Vorgaben. Zudem versucht ONTRAS die temporäre Störung der Wohn- und Erholungsfunktionen während der Bauphase, z. B. durch Lärm, Staub oder Verkehrseinschränkungen, durch vorausschauende Planung, Absprachen mit Behörden und Betroffenen sowie den Einsatz schonender Technologien so gering wie möglich zu halten.

Hintergrund
ONTRAS ist ein überregionaler Fernleitungsnetzbetreiber im europäischen Gastransportsystem mit Sitz in Leipzig. Als Erdgaslogistiker trägt ONTRAS die Verantwortung für den effizienten und sicheren Betrieb des Fernleitungsnetzes in den neuen Bundesländern – und damit für die nachhaltige Versorgung mit Gas. Mit rund 7.000 Kilometern Leitungslänge betreibt ONTRAS Deutschlands zweitlängstes Ferngasnetz mit ca. 450 Netzkopplungspunkten. Dabei vereint das Unternehmen als verlässlicher Partner die Interessen von Transportkunden, Händlern, regionalen Netzbetreibern und Erzeugern regenerativer Gase. An das ONTRAS-Netz angeschlossen sind 22 Biogasanlagen, die jährlich rund 18 Prozent des deutschlandweit erzeugten Biomethans einspeisen. Zudem speisen zwei Power-to-Gas Anlagen Wasserstoff ins Netz des Fernleitungsnetzbetreibers.
Mehr unter www.ontras.com.

Auflistung der Gemarkungen, in denen die Arbeiten durchgeführt werden
Gemäß § 44 Energiewirtschaftsgesetz zeigt ONTRAS Gastransport GmbH hiermit öffentlich an, die notwendigen Vorarbeiten für das Projekt „Neubau der Ferngasleitung 012, Abschnitt Strehla-Canitz“ vorzunehmen bzw. vornehmen zu lassen.

Landkreis
Meißen

Stadt Gemarkungen
Stadt Strehla Unterreußen, Forberge, Großrügeln

Stadt Gemarkungen
Riesa Gröba, Pochra, Merzdorf, Canitz

Ansprechpartner
Ingenieurbüro PLE Pipeline Engineering GmbH
Michael Streicher
Tel.: 030 293 85 811
Fax.: 030 293 85 622
E-Mail: Michael.Streicher@ple-engineering.com