Auf ein Wort

Neuer Verein in Strehla - Generationsgemeinschaft Riesa/Strehla Region e.V.

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

seit vielen Monaten wird über Breitband geredet, ohne dass in absehbarer Zeit Änderungen eintraten. An der flächendeckenden Erschließung mit neuen Breitbandtechnologien (z. B. über Glasfaser) führt jedoch kein Weg vorbei. Ohne Zugang zum schnellen Datennetz können insbesondere Aufgaben der Daseinsvorsorge in Zukunft nicht mehr sichergestellt werden. So verlangen hausärztliche oder fachärztliche Anwendungsprogramme von der medizinischen Diagnostik bis zur Abrechnung der Leistungen zunehmend einen Breitbandzugang. Fehlt dieser, so fehlt in Zukunft auch der Arzt in der Nähe. Für unsere Firmen und Gewerbetreibenden wird das schnelle Datennetz unabdingbare Voraussetzung für ihre Geschäftstätigkeit. Und Wohnorte ohne Breitbandanschluss werden an der Teilhabe am öffentlichen Leben zunehmend eingeschränkt sein, weil viele Leistungsangebote, z. B. die Online-Zahlungen, zu großen Teilen nur noch digitalisiert abgewickelt werden.

Darüber hinaus sehe ich in der Digitalisierung und Breitbanderschließung auch Potenziale für den ländlichen Raum. Nicht jedes neue, digitale Geschäftsfeld wird in einem Gewerbepark in Dresden oder Leipzig entstehen und wachsen. Menschen nutzen die Möglichkeiten des Heimarbeitsplatzes und arbeiten wieder häufiger dort, wo sie auch leben.
All dies sollte Anlass genug sein, die geförderte Erschließung der ländlichen Ortsteile konsequent umzusetzen. Nach dem die Deutsche Telekom AG für große Teile der Kernstadt im Rahmen der Markterkundung den eigenwirtschaftlichen Ausbau anzeigte, beschloss der Stadtrat den geförderten Ausbau des verbleibenden Gemeindegebietes. Dabei wurde das Modell der Wirtschaftlichkeitslücke sowie die Ausbautechnologie (FTTB = Glasfaser bis an das Grundstück/Haus) gewählt. Für diese Gebiete soll noch in diesem Jahr das Vergabeverfahren durchgeführt werden. Wir beabsichtigen, den Zuschlag für die Begleitung und Durchführung der Ausschreibung zum Ausbau des Breitbandnetzes in der nächsten Stadtratssitzung zu beschließen. Damit kann der Auftrag zur Planung und Durchführung des Vergabeverfahrens noch im Februar erteilt werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass eine europaweite Ausschreibung erforderlich ist und der Vergabevorschlag im dritten oder vierten Quartal vorliegen wird.

Wir werden Sie auch weiterhin regelmäßig über den Stand des Breitbandausbaus informieren. Gern beantworten wir auch Ihre Fragen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich bei der Wirtschaftsförderung im Landkreis Meißen über den derzeitigen Stand zu informieren. Im Auftrag aller angehörigen Gemeinden und des Landkreises Meißen richteten wir eine Anlaufstelle ein. Ich lade alle Interessierten zum Besuch der Website www.breitband-kreis-meissen.de ein, um sich über den Ausbaus des Breitbandnetzes in Strehla und im Landkreis zu informieren.

Ihr
Jörg Jeromin

Positionspapier der Stadt Strehla

Die Spaltung zwischen Stadt und Land durch Stärkung des ländlichen Raumes überwinden

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Recht rückte mit der Kabinettsumbildung der ländliche Raum in den Fokus eines ganzen Bündels von Maßnahmen. Sorge bereitet uns das weitere Auseinanderdriften zwischen Stadt und Land, welches sich zunehmend auch in den Köpfen verankert und als gegeben hingenommen wird. Diese Tendenz gefährdet die nachhaltige Entwicklung des gesamten Freistaates und den Zusammenhalt der Menschen. Der ländliche Raum droht, „unter die Räder zu kommen“.

Die Vertreter der Stadt Strehla formulierten daher das Positionspapier „Regionalplanung, zentralörtliche Funktion und kommunaler Finanzausgleich“. Wir nutzen den frischen Schwung der Debatte, um zu einer sachlichen Diskussion und zur Verbesserung der Problemlage beizutragen. Das Positionspapier wurde in der Sitzung des Stadtrates der Stadt Strehla am 19. Februar 2019 einstimmig beschlossen.

Gern sind wir bereit, unsere Anregungen und Beobachtungen mit Vertretern und Verantwortlichen aus der Bürgerschaft, aus der Verwaltung, aus der Wirtschaft, aus den Spitzenverbänden oder aus der Politik zu erörtern.

Das Positionspapier plus Anlagen finden sie unten als Downloadlink.

Mit freundlichen Grüßen

Stadt Strehla

Jörg Jeromin
Bürgermeister

Positionspapier der Stadt Strehla

Innovationspreis des Bürgermeisters

Präambel

1. Zweck und Ziel
Der Innovationspreis des Bürgermeisters ist ein Ideenwettbewerb zur Beförderung der Attraktivität und des Zusammenhaltes in der Stadt Strehla. Mit der Preisverleihung sollen gelungene Beispiele zur Stärkung der Attraktivität und des Zusammenhaltes in der Stadt sowie Vorschläge mit hohem Nutzenpotenzial für den Gemeindehaushalt öffentliche Anerkennung und Verbreitung erfahren. Ziel ist die Stärkung des privaten und des ehrenamtlichen Engagement in der Stadt Strehla.

Neben der Idee selbst sind deren Realisierung sowie die angestrebte Art und Weise der Umsetzung des Vorschlages durch die Ideengeber wichtige Bewertungskriterien.

2. Allgemeine Anforderungen an die Beteiligung
Ein fairer Wettbewerb um die besten Ideen soll befördert werden, der in möglichst ausgewogener Weise den Interessen unserer Kommune und ihrer Bürger, den Vorstellungen des Auslobenden sowie den Belangen der Wettbewerbsteilnehmer Rechnung trägt. Es gelten folgende allgemeine Grundsätze.

  • Gleichbehandlung der Ideen.
  • Bewertung und Preisvergabe durch ein von der Stadtverwaltung unabhängiges Wettbewerbsgremium.
  • Das Wettbewerbsgremium besteht aus dem Auslobenden und mindestens vier weiteren natürlichen Personen. Jedes Mitglied ist gleichberechtigt.
  • Veröffentlichung aller eingegangen Ideen und Bekanntgabe des Preisträgers.
  • Verpflichtung zur Umsetzung der prämierten Idee, sofern dies nicht bereits geschehen ist.
  • Das Preisgeld wird aus dem Privatvermögen des Bürgermeisters gestiftet. Es ist zweckorientiert für die Umsetzung der prämierten Idee einzusetzen.

I. Wer kann teilnehmen?

  • Einwohner der Stadt Strehla,
  • Initiativen in der Stadt, einschließlich Initiativen der Ortschaftsräte,
  • Unternehmen, Organisationen und Institutionen der Stadt,
  • Vereine der Stadt.

Nicht teilnahmeberechtigt sind politische Parteien, politische Initiativen und Wählervereinigungen.

II. Was wird prämiert?
Neuartige Ideenvorschläge oder nach dem 18. September 2018 bereits angefangene bzw. realisierte neuartige Ideen im Sinne des Absatzes (1) der Präambel, z.B.:

  • Projekte,
  • Bauliche Maßnahmen,
  • Veranstaltungen, Feste, Initiativen, auch Events aus den Bereichen Freizeit, Sport, Jugend, Kultur und Vereinsleben,
  • Verbesserungsvorschläge zur Optimierung der Prozesse in der Stadtverwaltung,
  • Verbesserungsvorschläge zur Optimierung der Kommunikation in der Stadt,
  • Verbesserungsvorschläge zur Optimierung der Kosten in der Stadtverwaltung.

Bis einschließlich zum 18. September 2018 bereits etablierte traditionelle Events und Veranstaltungen sind ausdrücklich nicht Gegenstände einer Prämierung.

III. Was kann man gewinnen?
Der Preisträger erhält das jährliche Preisgeld in Höhe von 500 €.

  • IV. Wann und wo werden die Preisträger ausgezeichnet?*
    Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Sitzung des Stadtrates am Dienstag, den 17. September 2019.

V. Wie kann man sich bewerben?
Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungen für den Innovationspreis des Bürgermeisters bis zum 30. Juni 2019 an den Bürgermeister der Stadt Strehla, c/o. Stadtverwaltung Strehla, Markt 1, 01616 Strehla. Die Bewerbungen können formlos eingereicht werden.